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Hilfeplanung und Hilfeplangespräch

Wenn sich Kinder, Jugendliche und/oder Eltern an das Jugendamt wenden und eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch nehmen wollen, sollen die Mitarbeiter des Jugendamts gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern überlegen und entscheiden, welche Hilfe die Richtige ist. Und anschließend sollen alle Beteiligten gemeinsam in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob die Hilfe weiterhin richtig und geeignet ist. Die Planung deiner Hilfe ist ein wichtiger Bestandteil, um sicherzustellen, dass es dir langfristig gut geht.

Den Hilfeplan kann man wie einen Fahrplan verstehen. Es wird geschaut, wie deine Situation im Moment ist. Dann wird über geeignete Hilfen beraten und gemeinsam mit dir entschieden, welche Ziele es für deine Hilfe gibt und wie sie erreicht werden können.

Dieser Fahrplan wird aufgeschrieben, dokumentiert und regelmäßig in gemeinsamen Gesprächen mit dem Jugendamt überprüft. Dieses Gespräch heißt Hilfeplangespräch oder auch „HPG“. Im Hilfeplangespräch wird geschaut, wie es dir geht, wie das Erreichen von deinen Zielen funktioniert hat und wie du dich in wichtigen Bereichen deines Lebens entwickelt hast. Dann wird gemeinsam geschaut, wie weitere Ziele aussehen könnten oder welche Unterstützungen du und auch deine Eltern brauchen, um sie erreichen zu können. Um deine Situation und Entwicklung von allen wichtigen Beteiligten für den Hilfeplan zu dokumentieren, können unter anderem auch Ärzt*innen, Therapeut*innen, Lehrer*innen oder weitere Personen befragt oder eingeladen werden. Du entscheidest jedoch, wer an deinen Hilfeplangesprächen teilnehmen darf und wo und wann sie stattfinden.

Bei dem HPG hast du das Recht, dass du mitbestimmst und mitgestaltest, welche Themen in dem Hilfeplan besprochen werden, welche Ziele du selbst hast und wie du sie erreichen möchtest. Dazu gibt es den Paragraf 36 SGB VIII/KJHG, der den Titel „Mitwirkung, Hilfeplan“ hat. Der Titel soll deutlich machen, dass die Mitwirkung, die für Kinder und Jugendliche schon im Paragraf 8 Kinder- und Jugendhilfegesetz festgelegt wird, auch bei der Hilfeplanung wichtig ist. Daher ist es wichtig, dass du dich, auch mit Hilfe von deinen Betreuer*innen, im Vorhinein gut darauf vorbereitest. Ziele für das HPG könne alles Mögliche sein, was für dich wichtig ist und dir auf deinem Weg weiterhelfen können (beispielsweise neue Fähigkeiten lernen, Verbesserung von Schulnoten, Ausbildungsplatzsuche).

Ein Beispiel für Fragen zu deinen Vorüberlegungen kannst du hier finden.

Wenn du dich hierzu tiefergehend informieren möchtest, gibt es eine großartige Broschüre des Jugendhilferechtsvereines.