Über die App
Projekt
Justy ist ein Projekt der Diakonie RWL. Die Idee dahinter ist aus der Praxis entstanden: Kinderrechte sollen im Alltag von Einrichtungen sichtbarer werden – und Jugendliche sollen einen einfachen, sicheren Weg haben, Fragen zu klären und Unterstützung zu bekommen, wenn etwas nicht gut läuft. Genau dafür verbindet Justy zwei Dinge in einer App: verständliche Informationen zu Kinderrechten und alltagsnahen Themen – und digitale Wege in passende Beschwerde‑ und Unterstützungsstrukturen.
Justy ist bewusst als lernendes Projekt angelegt: Rückmeldungen aus Einrichtungen und von Jugendlichen werden gesammelt, ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung ein. So soll Schritt für Schritt ein Angebot entstehen, das in der Praxis wirklich hilft – für junge Menschen, für Teams und für eine kinderrechtebasierte Kultur im Alltag.
Das Projekt Justy ist in mehreren Phasen angelegt. Es begann mit einer Untersuchungs‑ und Entwurfsphase, in der fachliche Anforderungen, Bedarfe aus der Praxis und Perspektiven junger Menschen systematisch zusammengeführt wurden. Darauf aufbauend folgte die Entwicklungsphase der App.
Anschließend wurde Justy in einer ersten Testphase mit sieben Pilotstandorten unter realen Bedingungen erprobt. Gemeinsam mit Jugendlichen und Fachkräften wurden Funktionen, Inhalte und Abläufe getestet, reflektiert und weiterentwickelt.
Eine zweite Testphase ist derzeit vorbereitet. Ziel ist es, die Erprobung auf weitere Einrichtungen auszuweiten und den Betrieb unter noch realitätsnäheren Bedingungen zu überprüfen. Dazu gehört auch der Schritt, Justy regulär in den App‑Stores verfügbar zu machen, um Zugänge zu vereinfachen und tatsächliche Nutzungsbedingungen abzubilden.
Perspektivisch ist eine Betriebs‑ und Transferphase vorgesehen. In dieser Phase soll Justy weiter stabilisiert, begleitet und so verstetigt werden, dass eine bundesweite Nutzung möglich wird.

Justy wurde in der Konzeptions‑ und frühen Entwicklungsphase wissenschaftlich begleitet durch die Fachhochschule Dortmund unter Leitung von Prof. Dr. Nicole Knuth (mit Marius Biele und Benjamin Hantke). Diese Begleitung umfasste unter anderem eine adressat*innenorientierte Forschung und eine Anforderungsanalyse, die die Entwicklungsschritte fachlich gerahmt hat.
Parallel dazu wird Justy fortlaufend evaluiert. Die Evaluation wird unter anderem durch Prof. Dr. Uwe Uhlendorff (mit Yasmin Belamkadem und Ella Stelmaszyk) durchgeführt und dient dazu, Nutzung, Akzeptanz und Weiterentwicklungsbedarfe kontinuierlich zu prüfen.
Projektträger / Umsetzung

Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
Projektleitung: Alexander Hundenborn
Inhaltliche Mitarbeit: Kerstin Schwabl
Technische Mitarbeit: Georg Krutein
Organisatorische Mitarbeit: Manuela Schick
Förderung

Aktion Mensch Stiftung (Förderzeitraum 2023 bis 2027)
Wissenschaftliche Begleitung

Fachhochschule Dortmund mit Prof. Dr. Nicole Knuth, Marius Biele und Benjamin Hantke
Fortlaufende Evaluation
Prof. Dr. Uwe Uhlendorff mit Yasmin Belamkadem, Ella Stelmaszyk
Technische Umsetzung

beemo GmbH – Prof. Dr. Gernot Bauer und Silvio Kühn
Fachliche Beratung
Prof. Dr. Remi Stork
Piloteinrichtungen
Evangelische Stiftung Gotteshütte
Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land gGmbH
Evangelische Jugendhilfe Münsterland gGmbH
Graf Recke Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
Overdyck – Ev. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH
Gerhard-Tersteegen-Institut gGmbH
Stiftung Bethel – Jugendhilfe
App-Design

Santore Visuelle Kommunikation, Tim Santore