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Hilfe-Plan und Hilfe-Plan-Gespräch

Eltern, Kinder und Jugendliche können beim Jugend-Amt
Hilfen zur Erziehung beantragen.
Damit deine Eltern gut für dich sorgen können.
Alle zusammen machen dann einen Hilfe-Plan.

Den Hilfe-Plan macht man so:

  • Erst prüft man:
    Wie geht es dir jetzt?

    Zum Beispiel:
    Du hast sehr schlechte Noten in der Schule.
    Denn: Bei dir zu Hause hast du keine Ruhe für Hausaufgaben.
    Dadurch hast du jetzt Angst vor der Schule.
  • Dann überlegt ihr zusammen:
    Welche Hilfen brauchst du?

    Zum Beispiel:
    Eine Familien-Hilfe,
    die für Ruhe in deiner Familie sorgt.
    Damit du besser lernen kannst.
    Und eine Hausaufgaben-Hilfe,
    damit du mit deinen Hausaufgaben zurecht kommst.
  • Dann überlegt ihr:
    Welche Ziele willst du erreichen mit den Hilfen?

    Zum Beispiel: Bessere Noten in der Schule.
    Und keine Angst mehr vor der Schule.
  • Und wie willst du die Ziele erreichen?
    Zum Beispiel: Du lernst jetzt jeden Tag in Ruhe.
    Dabei bekommst du Hilfe von der Hausaufgaben-Hilfe.

 

Zum Schluss schreibt ihr das alles auf.
Das ist der Hilfe-Plan.

Jetzt bekommt ihr diese Hilfe.
Zusammen mit dem Jugend-Amt
trefft ihr euch immer wieder.
Dann prüft ihr zusammen:

  • Ist die Hilfe gut?
  • Können deine Eltern jetzt gut für dich sorgen?
  • Soll die Hilfe so weiter gehen
    oder sollen wir was ändern?

 

Das ist das Hilfe-Plan-Gespräch.
Die Abkürzung ist: HPG.

Zum Beispiel:

  • Kommst du jetzt mit den Hausaufgaben besser zurecht?
  • Sind deine Noten in der Schule besser geworden?
  • Hast du noch Angst vor der Schule?

 

Vielleicht ist das alles besser geworden.
Dann könnt ihr überlegen:
Willst du einen guten Schul-Abschluss machen?
Und was hast du dann vor?

Zum Beispiel:
Du machst einen guten mittleren Schul-Abschluss.
Dann kannst du leichter eine Ausbildungs-Stelle bekommen.
Welche Hilfe brauchst du dazu?
Das ist dann ein neues Ziel nach dem HPG.

Manchmal ist alles viel schwieriger
und es müssen noch mehr Fach-Leute zum HPG kommen:
Zum Beispiel:

  • Ärzt*innen
  • Therapeut*innen
  • Lehrer*innen

 

Wichtig:
Du hast beim HPG viele Rechte.
Das kannst du bestimmen:

  • Wer ist beim HPG dabei?
  • Wo macht ihr das HPG?
  • Wann macht ihr das HPG?

 

Das kannst du beim HPG mit bestimmen:

  • Über was wollt ihr beim HPG sprechen?
  • Welche Ziele hast du?
  • Wie willst du die Ziele erreichen?

 

Beim Hilfe-Plan-Gespräch musst du dabei sein.
Alle müssen dir zu hören.
Und sie müssen ernst nehmen,
was du sagst.
So steht es im Gesetz.
Denn: Es geht um dein Leben.

Bereite dich immer gut auf dein HPG vor.
Dabei helfen dir auch deine Betreuer*innen.