Inobhutnahme
Das bedeutet:
Wenn es in einer Familie Probleme gibt,
dann kann das Jugend-Amt Kinder oder Jugendliche
an einen sicheren Ort bringen.
Zum Beispiel:
In eine Pflege-Familie oder in ein Heim.
Damit diese Kinder oder Jugendlichen geschützt sind.
Meistens kommt das so:
Jemand merkt,
dass es in einer Familie große Probleme gibt.
Und dass die Kinder dort nicht sicher sind.
Wer merkt so was und ruft das Jugend-Amt an?
Zum Beispiel:
- die Polizei
- Nachbar*innen
- Lehrer*innen
Die Mitarbeiter*innen vom Jugend-Amt
kommen dann in die Familie.
Ganz egal,
ob es am Tag oder mitten in der Nacht ist.
Die Mitarbeiter*innen prüfen:
Ist es gefährlich für Kinder in dieser Familie?
Wenn es sehr gefährlich ist,
dann nehmen sie die Kinder gleich mit.
Die Kinder kommen dann in eine Inobhutnahme-Gruppe.
Vielleicht bist du selbst gerade in einer solchen Gruppe?
Dann kannst du erst einmal zur Ruhe kommen.
Die Betreuer*innen helfen dir,
wenn du traurig bist oder wütend.
Oder wenn du Fragen hast.
Du kannst immer mit ihnen reden.
Du merkst vielleicht:
In dieser Gruppe ist ganz schön viel los.
Das kommt,
weil die Kinder immer nur kurze Zeit hier sind.
Du bleibst auch nur kurze Zeit hier.
Denn alle arbeiten jetzt zusammen,
damit du schnell Hilfe bekommst.
Deine Eltern, das Jugend-Amt und die Betreuer*innen überlegen:
- Kannst du vielleicht wieder nach Hause,
wenn dir dort jemand hilft? - Oder ziehst du in eine Wohn-Gruppe?
- Und wie lange sollst du da bleiben?
Wichtig:
Du kannst dazu deine Meinung sagen.
Sag allen, was du selbst willst.